Bauen wie mit Lego: Cover

Das in Kalifornien ansässige Start-up Cover revolutioniert die Baubranche , indem es Häuser in der Fabrik produziert. Mit einem einzigartigen Lego-ähnlichen System und einem Fokus auf Design und Qualität hat Cover die traditionelle Wahrnehmung von Fertighäusern verändert.

(NDR: Bild ist nur zu Illustrationszwecken)

Cover nutzt ein begrenztes Set von Bauteilen, um Wand-, Boden- und Deckenpaneele in ihrer Fabrik zu entwerfen und zusammenzusetzen. Diese Paneele werden dann vor Ort schnell zu kompletten Strukturen zusammengesetzt. Das Unternehmen legt dabei großen Wert auf Design und Qualität, um die Vorstellung von minderwertigen und billig wirkenden Fertighäusern zu widerlegen. Das Team von Cover stellt sich bei der Gestaltung der Häuser die Frage, was sie sich selbst in ihrem eigenen Haus wünschen würden. Dadurch wird sichergestellt, dass jedes Detail sorgfältig durchdacht ist.

Der softwaregesteuerte Ansatz von Cover ermöglicht eine effiziente und schnelle Abwicklung des gesamten Entwurfs-, Konstruktions-, Genehmigungs- und Fertigungsprozesses. Durch die Automatisierung des Genehmigungsverfahrens spart das Unternehmen Zeit und Kosten. Cover bietet derzeit ein- und mehrstöckige Häuser mit bis zu fünf Stockwerken und 100 Wohneinheiten an. Mit der Weiterentwicklung ihres Lego-ähnlichen Baustein-Systems hat Cover das Potenzial, die Wohnungskrise anzugehen und den Wohnungsmarkt für Millionen von Menschen erschwinglicher zu machen.

Cover investiert auch kontinuierlich in Forschung und Entwicklung, um ihre Produkte ständig zu verbessern. Die Entwürfe werden mithilfe von Kartonmodellen getestet, um Proportionen und Funktionalität zu überprüfen, bevor der eigentliche Bau stattfindet. Dieses Engagement für das kleinste Detail zeichnet das Unternehmen aus und garantiert ein Produkt, auf das sie stolz sein können.

Mit ihrem einzigartigen Ansatz für den Hausbau hat Cover das Potenzial, die Baubranche nachhaltig zu verändern. Durch die Kombination von Technologie, Automatisierung und hochwertigem Design schafft das Unternehmen erschwingliche und ästhetisch ansprechende Häuser von hoher Qualität. Damit trägt Cover dazu bei, dass Wohneigentum für jede Person zugänglich wird und eine neue Ära des Überflusses auf dem Wohnungsmarkt eingeleitet wird.

Hier ein 5-minütiger Bericht:

digitalBAU 2023

digitalwerk hat einen Rundgang über die digitalBAU 2023 gemacht, und zeigt einige interessante Entwicklungen.

Präsentiert werden u.a.

  • der mobile 3D-Laser-Scanner BLK2GO von Leica, der anders als andere Scanner, durch den Raum bewegt werden kann.
  • eine volldigitale Bewehrungsabnahme mit clone:it
  • Baustellenlogistikmodernisierung mit tabya
  • Exoskelette zur Handwerkerunterstützung

Schaut mal rein, es lohnt sich – vor allem, wann man nicht dabeisein konnte!

REimagineHome AI

REimagineHome AI kombiniert Design und künstliche Intelligenz. Das Unternehmen bietet eine benutzerfreundliche Plattform, auf der Nutzer ihre Wohnräume virtuell gestalten und verschiedene Designoptionen ausprobieren können. Durch den Einsatz von KI generiert die Plattform personalisierte Einrichtungsvorschläge, die auf den individuellen Geschmack und die Bedürfnisse des Nutzers abgestimmt sind.

Das Hauptziel von Reimagine Home AI ist es, das Design von Wohnräumen demokratischer zu gestalten und jedem die Möglichkeit zu geben, seine Wohnräume nach seinen eigenen Vorstellungen zu gestalten. Die Plattform bietet eine breite Palette an Optionen und ist leicht zu bedienen, damit jeder den perfekten Stil für jeden Raum finden kann.

Reimagine Home AI gehört zu einer wachsenden zahl von Unternehmen, die KI nutzen, um das Design und die Einrichtung von Wohnräumen zu verbessern. Die Plattform ist ein Beispiel dafür, wie KI personalisierte Lösungen schaffen kann, die den individuellen Bedürfnissen und Wünschen der Nutzer entsprechen.

KI-Anwendungsfälle in der Bauindustrie der Zukunft

Hier sind fünf potenzielle Anwendungsfälle für KI in der Bauindustrie der Zukunft,

geschrieben vom OpenAI ChatGPT und übersetzt von Deepl.com:

  • Automatisierte Kartierung und Vermessung von Baustellen: KI-gesteuerte Drohnen und andere bildgebende Technologien könnten eingesetzt werden, um Baustellen schnell und genau zu kartieren und Daten über die Umgebung zu sammeln. Dies könnte Bauunternehmen dabei helfen, ihre Projekte effizienter und genauer zu planen und auszuführen.
  • Vorausschauende Wartung: KI könnte zur Überwachung und Analyse von Daten von Baumaschinen und Infrastrukturen wie Kränen, Baggern und Brücken eingesetzt werden. Dies könnte Bauunternehmen dabei helfen, potenzielle Wartungsprobleme zu erkennen, bevor sie sich zu ernsthaften Problemen auswachsen, wodurch sich Ausfallzeiten reduzieren und die Sicherheit auf Baustellen verbessern ließen.
  • Qualitätskontrolle und -sicherung: KI könnte zur automatischen Inspektion und Prüfung von Baumaterialien und -komponenten eingesetzt werden, um sicherzustellen, dass sie den erforderlichen Normen entsprechen. Dies könnte dazu beitragen, die Qualität der fertigen Bauprojekte zu verbessern und das Risiko von Mängeln oder Ausfällen zu verringern.
  • Energiemanagement: KI könnte zur Optimierung des Energieverbrauchs auf Baustellen eingesetzt werden, um Energiekosten und Kohlenstoffemissionen zu senken. Dies könnte den Einsatz von KI zur Steuerung und Überwachung von Beleuchtung, Heizung, Lüftung und anderen Systemen auf einer Baustelle sowie zur Verwaltung des Aufladens von Elektrofahrzeugen und -geräten beinhalten.
  • Virtual und Augmented Reality: Mit Hilfe von KI könnten immersive, realistische Simulationen von Bauprojekten erstellt werden, die es den Beteiligten ermöglichen, Entwürfe, Layouts und Materialien zu visualisieren und zu bewerten, bevor sie gebaut werden. Dies könnte dazu beitragen, potenzielle Probleme bereits in einem frühen Stadium des Entwurfsprozesses zu erkennen und anzugehen, wodurch die Kosten gesenkt und das Endergebnis verbessert werden könnten.

HERO: Cloud-Software als effizientes Betriebssystem für Handwerker

Michél-Philipp Maruhn interviewt im DIGITALWERK-Podcast Michael Kessler, CEO und Gründer von HERO. Hero ist als Betriebssystem für Handwerker zu verstehen.

“Handwerker haben weniger Probleme, Aufträge zu erhalten, aber die Betriebe sind noch nicht so richtig digital und effizient unterwegs. Wir nahmen uns vor, den größten Pain Point zu adressieren und Betriebe effizient aufzustellen.”

Wie immer ein spannendes Interview, das interessante Einblicke in die Digitalisierung der Bauindustrie gewährt.

https://www.digitalwerk.io/podcast-blogposts/dw-62-mit-michael-kessler-co-founder-ceo-hero-handwerkersoftware

Japans Hochhausfabriken

Der Blog Construction Physics, den ich jedem/r ans Herz lege, bringt einen interessanten Eintrag über den Ansatz der Japaner, Hochhäuser in Serie zu bauen. Anstatt industriell vorgefertigter Elemente auf die Baustelle zu bringen und zu verbauen, haben sie einfach die Fabrik auf die Baustelle gebracht. Sogar erste Bauroboter wurden in den 70ern schon eingesetzt. Was das bedeutet, im Guten wie im Schlechten, wird sehr schön beschrieben.

Aber auch in Japan wurde das Dilemma der mangelnden Produktivität im Bausektor nicht gelöst, trotz der Kombination von seriellem Bauen, Robotik, und anderen Verfahren. Spannende Lektüre.

https://constructionphysics.substack.com/p/japans-skyscraper-factories

Bau-Revolution – in Russland

Die Russische Pik Group plant, das den Bau und die Vermarktung von Wohnungen zu revolutionieren. Gründer Sergej Gordejew sieht einen Umbruch ähnlich wie dem zur Elektromobilität auf die Branche zukommen. Wohnhochhäuser sollen innerhalb von 2 Wochen errichtet werden, die Vermarktung der Wohnungen findet online statt.

Pik verwendet in Serie, wie am Autofliessband gebaute Module, die entstehenden Wohnungen haben nichts mehr mit dem sowjetischen Plattenbau zu tun – hochwertiges Wohnen ist die Devise.

Die Vermarktung findet über die Plattform Kvarta.ru statt – angelehnt an Opendoor, ohne Makler oder Vermittler.

Capital hat einen Artikel über Pik gebracht, man sollte Pik im Auge behalten.

https://www.capital.de/immobilien/knapper-wohnraum-russischer-milliardaer-plant-bausatz-revolution

The Economist über die Bauindustrie

Interessanter The Economist-Podcastbeitrag über den Stand der Bauindustrie, die Herausforderungen, die geringe Produktivität und Arbeitskräftemangel- und Nachwuchs bringen, und welche Lösungsansätze es gibt. Serielles Bauen, 3D-Druck, hohe Nachfrage bei gleichzeitigem Fachkräftemangel (und ausbleibendem Nachwuchs): die Herausforderungen sind mannigfaltig. Der Fokus liegt auf USA und UK, aber vieles lässt sich übertragen.

Sowjet-Modularbau per Helikopter

Ich weiß, man bekommt diese verrückte Story gar nicht griffig in eine Überschrift… aber Plattenbauten (genannt „Khrushchevka“) in der UdSSR wurden in den 50ern und 60ern tatsächlich auch mal mit dem Hubschrauber gebaut – und zwar von oben nach unten! Angefangen wurde mit dem Dach. Es wurde mit dem Helikopter angeliefert, um Kräne einzusparen, die knapp waren. Alles ziemlich irre, und durchgesetzt hat es sich auch nicht – was lernen wir aber daraus? Am effizienten und schnell Modularbau wird sich schon seit Jahrzehnten versucht. Das Thema hat in den letzten Jahren wieder an Traktion gewonnen; wird die Nuss geknackt? Wenn ja, dann vermutlich ohne Helikopter.

https://www.rbth.com/history/334019-soviets-construct-building-from-roof-down